Meissener Porzellan

Bis ins 18. Jahrhundert versuchten viele Alchimisten eifrig Gold herzustellen. Auch der sächsische Kurfürst August der Starke wollte, daß ihm jemand Gold machte. So kam ihm die Kunde, Johann Friedrich Böttger, könne Gold aus Blei herstellen, gerade recht. Zusammen mit dem Naturwissenschaftler Ehrenfried Walther von Tschirnhaus widmete sich Böttger wohl oder übel dem Problem der Goldherstellung. 1708 fanden sie durch Zufall etwas ganz anderes - das erste europäische Porzellan! Das "weisse Gold"!

Der Kurfürst August der Starke erkannte schnell, dass dieses "weisse Gold" fast den selben Wert hatte, wie echtes Gold. Er holte sich aus Wien den geschickten Modelleur Johann Joachim Kändler, nach dessen Modellen heute noch Gegenstände hergestellt werden, und den Maler Johan Gregorius Höroldt, der das weiße Porzellan mit den schönsten Bemalungen verzieren sollte.

In Meißen ließ er die erste Porzellanmanufaktur erbauen, von wo aus das berühmte Meissener Porzellan mit ihren gekreuzten Schwertern seinen Siegeszug durch ganz Europa bis in alle Welt antrat.





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